Leichte Sprache…

 

…richtet sich vor allem an Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und folgt strikten Richtlinien. Es existieren parallel zueinander ähnliche Regelwerke von „Inclusion Europe“, vom „Netzwerk Leichte Sprache“ sowie die „Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV 2.0)“. Das am weitesten verbreitete Regelwerk ist das des Netzwerks Leichte Sprache.

 

Basierend auf der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Behindertengleichstellungsgesetz sind vor allem deutsche Behörden in der Pflicht, zusätzlich zur Standardsprache auch Leichte Sprache zu verwenden.

 

Als wichtiges Werkzeug der Inklusion gewinnt Leichte Sprache jedoch auch in allen anderen Bereichen und Branchen ebenfalls an Bedeutung.

 

Für wen ist Leichte Sprache?

  • Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
  • Funktionale Analphabeten 
  • Personen mit Demenz 
  • Prälingual Gehörlose 
  • Menschen mit Aphasie 
  • Einwanderer mit sehr geringen Deutschkenntnissen

 

Was zeichnet Leichte Sprache aus?

  • Leichte Sprache entspricht dem Sprachniveau A1 
  • Es gibt feste Richtlinien 
  • Die Texte haben eine übersichtliche Optik 
  • Oft werden sie begleitet von erklärenden Bildern oder Grafiken

 

Wie lauten die Regeln?

  • Kurze Hauptsätze (optimal 8 Wörter) 
  • So wenig Nebensätze wie möglich 
  • Verwendung bekannter Wörter 
  • Erklärung schwieriger Begriffe 
  • Vermeidung von Metaphern 
  • Vermeidung von Konjunktiv, Passiv und Genitiv 
  • Klare Schrifttypen 
  • Großes Schriftbild 
  • Nach jedem Satzzeichen ein neuer Absatz

 

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